Archiv für Mai 2014

04. JUNI – NAZIAUFMARSCH VERHINDERN!

Im Vorfeld zum „Fest der Freiheit“ hat sich bereits einiges getan. Ein kurzer Überblick über Aktionen und Geschehnisse rund um den 4.6.

◾11:00 Unirampe: Burschi-Bummel verhindern!

Punkt 12 Uhr treffen sich dort jeden Mittwoch die deutschnationalen Burschenschafter des WKR, um Präsenz zu zeigen, ihre reaktionäre Weltanschauung zur Schau zu stellen und so Nachwuchs anzuwerben. Alle Versuche von antifaschistischen Initiativen und der ÖH Uni Wien, diesem wöchentlichen „Bummel“ der Korporierten ein Ende zu setzten, scheiterten an der Untätigkeit des Rektorats. Mit unserer Mobilisierung wollen wir den wöchentlichen Couleur-Bummel verhindern und Druck aufbauen, um den völkischen Umtrieben an der Universität ein für alle mal ein Ende zu setzen. Wir fordern als Antifaschist_innen einen klaren Bruch mit der NS-Vergangenheit der Uni und der NS-Kontinuität nach 1945.

◾Ab 17:00 Innenstadt: „Fest der Freiheit“ verhindern!

Um 19 Uhr findet im Palais Palffy (Josefsplatz) eine Podiumsdiskussion der Burschenschafter statt. Davor treffen sie sich am Michaelerplatz, um einen Umzug abzuhalten. Dies gilt es zu verhindern. Dabei setzen wir auf die Eigeninitiative von Aktivist_innen (siehe Aktionskarte) und des weiteren findet um 17 Uhr eine antifaschistische Demonstration der Offensive gegen Rechts mit Treffpunkt an der Rampe der Universität Wien statt.
Für den ganzen Tag wird es eine Rechtshilfe geben. Die Nummer, sowie weitere Updates folgen in den nächsten Tagen.

◾Erfolge der antifaschistischen Interventionen im Vorfeld des „Fests der Freiheit“:

Das nach dem Akademikerball großkotzig angekündigte „Fest der Freiheit“ ist auf einen kurzen Spaziergang, beginnend am Michaelerplatz, zusammengeschrumpft. An der Abendveranstaltung, die im Anschluss des Umzugs stattfinden soll, nehmen aufgrund der Veröffentlichungen des NOWKR-Bündnises weder Peter Pilz, noch der ehemalige und aktuelle Chefredakteur der Presse, Andreas Unterberger und Rainer Nowak, teil. Auch der völkisch-nationalistische Großdeutschland-Träumer Gerhard Schlüsselberger soll aufgrund dieser Enthüllungen nicht mehr öffentlich für das „Fest der Freiheit“ in Erscheinung treten. Alles in Allem werten wir das als Erfolg unseres antifaschistischen Engagements.

KEIN MAL UND NIE WIEDER!
DAS FEST DER FREIHEIT VERHINDERN!

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Vortrag: Die Identitären und neuen Rechten

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Ein Vortrag von Dr. Heribert Schiedel, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des DÖW (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands) für die Themenbereiche: Rechtsextremismus, Neonazismus, Islamismus und Antisemitismus.

Wir, die AutonomeAntifa Koroška laden euch herzlich zu dieser Veranstaltung ein und freuen uns auf euer kommen!

Wo: Südbahngürtel 24, 9020 Klagenfurt/ Celovec Volxhaus – Volkshaus Klagenfurt/Ljudski dom Celovec

Wann: Montag, 19.05.20114; 19:00 Uhr

Update zu den Aktionen am 17.05 „Aufmarsch der Identitären“

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Der Auf­lauf der Iden­ti­tä­ren rückt näher… Es gilt die­sen ers­ten Na­zi-​Auf­marsch in Wien seit lan­gem in die Schran­ken zu wei­sen!

Die Iden­ti­tä­ren sam­meln sich um 13 Uhr am Chris­ti­an-​Bro­da-​Platz zu Be­ginn der in­ne­ren Ma­ria­hil­fer­stra­ße, um an­schlie­ßend um ca. 14 Uhr die Mahü run­ter­zu­lau­fen.

Kommt zur An­ti­fa-​Kund­ge­bung:
Chris­ti­an-​Bro­da-​Platz um 11 Uhr

Nach der Kund­ge­bung:
Bleibt in der Nähe, viel­leicht ist Zeit für nen Kaf­fee und nen Bur­ger, ein biss­chen shop­ping ;)
Es tut sich si­cher­lich noch was.
Wir sind bunt und ca­su­al.

Auf Twit­ter wirds ak­tu­el­le Infos geben: @an­ti­fa_w

Wich­tig:
– Tut euch zu­sam­men, or­ga­ni­siert euch in Be­zugs­grup­pen. Bleibt wach­sam und spon­tan!
– Passt auf im Um­feld: Neo­na­zis unter an­de­ren von „Un­sterb­lich“ haben be­reits ihre Prä­senz an­ge­kün­digt.

MAHÜ zur Be­geg­nungs­zo­ne – dies­mal auch mit uns!

Mehr Infos unter: http://antifaw.blogsport.de/

Veranstaltungshinweise

Ein ereignisreiches Wochenende steht bevor!

• heute, 19:00 HS B, Veranstaltung der Basisgruppe Internationale Entwicklung zur Vergleichbarkeit von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus:
https://www.facebook.com/events/514097075362434

• Freitag, 16:00 Votivpark, DEMO Freedom Not Frontex: Vienna:
https://www.facebook.com/events/562636007168854

Dazu hier der (älterer) Aufruf für einen antikapitalistischen Antirassismus von der Autonomen Antifa [w]:
• https://www.facebook.com/notes/autonome-antifa-w/nein-wir-lieben-dieses-land-und-seine-leute-nicht/1470903773144976

• Samstag, 11:00 Europaplatz, Identitären Aufmarsch verhindern:
https://www.facebook.com/events/226167004246029

• Samstag Abend: Antifaschistisches Grätzelfest im 15. Bezirk:
http://zeit.diebin.at/events/407

Studienfahrt nach Kärnten / Koroška und Slowenien (29.5-1.6. 2014)

Warum machen wir diese Studienfahrt? Mit dieser Studienfahrt will die ÖH Bundesvertretung den teilnehmenden Studierenden eine Möglichkeit zur Auseinandersetzung und Weiterbildung im Bereich Erinnerungsarbeit bieten. Wir wollen interessierte Teilnehmende aus ganz Österreich vernetzen und durch Vor- und Nachbereitungstreffen eine intensive Begleitung anzubieten. Gemeinsam wollen wir ein klares Zeichen gegen Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus und gegen das Verdrängen setzen.

Ort und Ziel:

Wir haben uns für die Organisation einer Studienfahrt nach Kärnten/ Koroška und Slowenien entschieden.

Ein Schwepunkt der Studienfahrt liegt in der Aufarbeitung der Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Gemeinde Kärntens und der Unterdrückung von Slowen*innen und Kärntner Slowen*innen durch die Nationalsozialist*innen. Besucht werden sollen außerdem Orte, die an den Widerstand der Partisan*innen gegen das nationalsozialistische Regime erinnern.

Orte, die besucht werden sollen sind unter anderem:

das Museum zur deutschen Germanisierungspolitik in Brestanica, die Baza 20 (das ehemalige Partisan*innenhauptquartier),die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers am Loibl und der Peršmanhof (an dem sich das einzige Partisan*innenmuseum Kärntens befindet).

Teil der Studienfahrt sind ein Zeitzeug*innengespräch und inhaltliche Workshops, die Raum für Reflexion bieten.

Wer darf mitfahren:

Leider stehen uns nur 35 Plätze zur Verfügung, für die sich alle Studierenden öffentlicher Hochschulen(Universitäten, Fachhochschulen, pädagogische Hochschulen, Kunst- und Musikuniversitäten) bewerben dürfen.

Kosten:

Der Großteil der Kosten wird von der ÖH Bundesvertretung übernommen. Es bleibt für die Teilnehmenden ein Selbsterhalter*innenbeitrag von 70 Euro. Darin sind die Fahrt mit dem Bus, Unterkunft, Verpflegung, Eintrittspreise und Betreuung inkludiert. Solltet ihr euch in einer finanziell schwierigen Lage befinden und diesen Selbsterhalter*innenbeitrag nicht aufbringen können, kontaktiert uns bitte direkt und wir werden nach einer Möglichkeit suchen, euch dennoch eine Teilnahme zu ermöglichen!

Zeitplan:

Die Fahrt findet vom 29.5 bis 1.6.2014 statt. Details könnt ihr dem untenstehenden Programm entnehmen. Wir werden die Teilnehmer*innen außerdem zu einem Vorbereitungstreffen in Wien einladen und ein Nachbereitungstreffen anbieten.

Barrierefreiheit:

Obwohl uns Barrierefreiheit ein Anliegen ist, ist die Studienfahrt ihrer Konzeption nach für Menschen mit bestimmten Beeinträchtigungen schwer zugänglich. Die besuchten Orte sind leider teilweise nicht barrierefrei. Falls du fürchtest auf Grund der Einschränkungen nicht mitfahren zu können wende sich bitte an unsere Sachbearbeiterin für Barrierefreiheit,. Sie wird versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Lösungen zu finden, um die Fahrt barrierefrei(er) zu gestalten. (Mail an: lea.laubethal@oeh.ac.at)

Anmeldung:

Die Anmeldung läuft über das Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik der ÖH Bundesvertretung. Wir behalten uns vor, Plätze paritätisch zu besetzen und bemühen uns ein ausgewogenes Verhältnis von Teilnehmer*innen verschiedener Studienrichtungen bzw Hochschularten zustande zu bringen. Bitte schicke ein Schreiben mit dem Betreff Studienfahrt bis zum 11.5.2014 an: mere@oeh.ac.at Im Schreiben könnt ihr neben Namen, Studienrichtung/Hochschulart auch etwas über eure Wünsche Vorstellungen und Erwartungen an die Studienfahrt schreiben. Dies kann uns nämlich die Vor- und Nachbereitung erleichtern, ist aber Option und keine Bedingung.

Protest gegen das Treffen des Kärntner Abwehrkämpfrebundes

Am 10. Mai trafen sich wieder Mitglieder des Kärntner Abwehrkämpfrebundes um ihrer „von den Partisanen verschleppten“ Kameraden zu Gedenken. Was nach einem Treffen von dementen Altznazis aussieht, ist ein wichtiger Bestandteil der Kärntner Erinnerungskultur, welche nur den Kampf um ein „freies und ungeteiltes Kärnten“ kennt. Selbst die Befreiung vom Nationalsozialismus soll durch den freiwilligen Rücktritt des Gauleiters und SS-Generales Friedrich Rainer vollzogen worden sein, Wiederstandskämpfer*innen, wie die Kärntner Partisan*innen gelten hingegen für Viele immer noch als raubende und mordende Banditen.
So verwundert es auch nicht, dass in einer zentralen Lage wie dem Klagenfurter Domplatz ein Denkmal für ungefähr 250, großteils im NS-Apparat aktive, Kärntner*innen, welche nach dem 2. Weltkrieg von Kärntner Partisanen und Jüdischen Widerstandskämpfern festgenommen und zum Teil später getötetet wurden, steht, aber keines für über 5000 Kärntner NS-Opfer.
Erst im Oktober 2012 wurde es überhaupt möglich, gegen den Widerstand der Klagenfurter Stadregierung, ein Denkmal für die 1942 deportierten Slowen*innen am Bahnhof Ebenthal/Žrelec und vor knapp einem Jahr für Opfer der NS-Justiz vor dem Landesgericht Klagenfurt/Celovec zu errichten.
Ohne Gegenproteste fand dieses Treffen natürlich nicht statt!

uhvio