Gewaltbereite Rechtsextreme wollen in Klagenfurt/Celovec aufmarschieren!

Am 20.02.16 wollen die rechtsextremen Schläger der „Identitären Bewegung“ in Klagenfurt/Celovec am Neuen Platz gegen den „Asylwahnsinn“ und gegen die Regierung demonstrieren, um ihre rassistische Hetze und imaginäre Untergangsszenarien zu verbreiten.

„In letzter Zeit sind die „Identitären“ vor allem durch Angriffe auf antirassistische Aktivist_innen ins mediale Rampenlicht gerückt. Letztes Monat wurden in Graz beispielsweise vier Studierende nach einer antirassistischen Kundgebung von führenden Mitgliedern der „Identitären“ überfallen und mit Gürtel und Teleskopschlagstock -einem sogenannten Totschläger – attackiert. Andersdenkende und alle Menschen, welche nicht in das völkisch-rassistische und heteronormative Weltbild passen werden genötigt, bedroht und angegriffen.“, so Katarina Z., die Pressesprecherin der Autonomen Antifa Kärnten/Koroška.

Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) warnt: „Bei den Identitären lassen sich darüber hinaus zahlreiche Anhaltspunkte finden, die für eine militante Grundhaltung sprechen. Mit der […] exzessiven Verwendung von Kriegs- und Kampfmetaphern und der Selbstdarstellung als der letzten Generation, die den Untergang des dekadenten Abendlandes aufhalten könne, weisen die Identitären über den klassischen Rechtsextremismus hinaus.“

Als Redner haben sich die „Identitären“ den Geschichtsrevisionisten und Rassentheoretiker Tomislav Sunić ausgesucht. Dieser tritt sonst gerne bei der neonazistischen NPD oder beim Naziaufmarsch in Dresden als Redner auf. „Bei solchen Rednern wird gar kein großer Hehl daraus gemacht wes Geistes Kind man ist. Andere Städte, wie zum Beispiel die Uni Siegen, haben diesen bekannten Rechtsextremen ein Auftrittsverbot erteilt. Es ist unfassbar das solch eine Kundgebung mit offen rassistischen Inhalten in Klagenfurt überhaupt über die Bühne gehen darf!“ so Katarina Z. aufgebracht.

Während Rechtsextreme auf der Straße hetzen, verschärft die Regierung das Asylrecht und plant die tödliche Festung Europa auszubauen. Dieses „Ping Pong des Grauens“ zwischen Rechtsextremen und der Regierung muss ein Ende haben. Wir fordern Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle, legale Fluchtwege und eine Abschaffung des nationalstaatlichen Grenzregimes. Wer in zynischer Weise über die Beseitigung der Fluchtursachen debattiert vergisst, dass dies ohne die Abschaffung des Kapitalismus nicht möglich ist.

Katarina Z. weiter: „Für uns, als Autonome Antifa Kärnten/Koroška gilt es, menschenverachtende Bewegungen wie die Identitären auf allen Ebenen anzugreifen, ihre Kundgebungen zu verhindern, nicht ohne laute Kritik von statten gehen zu lassen und alles zu tun, um den rassistischen Mob von heute von den Pogromen von morgen abzuhalten.“