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Weil Zeichen setzten nicht genügt – Pegida Aufmarsch in Gradec/Graz Blockieren!

pegida

Am 29.03. marschiert die rechtsextreme Gruppierung Pegida erstmals durch Gradec/Graz.
Nachdem die Pegida-,,Spaziergänge“ in Wien und Linz erfolgreich blockiert werden konnten, solidarisieren wir uns auch diesmal mit den antifaschistischen Kräften die gegen den Aufmarsch in Gradec/Graz mobil machen und aktiv seien werden und rufen selbst dazu auf, den Aufmarsch unmöglich zu machen!

Trotzdem werden wir am 29.03. die „Offensive Gegen Rechts (OGR) Steiermark“ nicht bei ihren Protestaktionen unterstützen.
Wir kritisieren sowohl die in ihrem Mobi-Text angewandte Rassismusdefinition als auch den von ihnen angestrebten Aktionskonsens für die Demonstration:

1) Im OGR-Mobi-Text („Graz ist bunt- nicht Braun! Kein Meter für Pegida!“) heißt es, Pegida würde sich und ihre Ideologie als ,,gesellschaftliche Mitte darstellen“, also auch, dass ihre Ideologie in eben dieser ,,Mitte“ ansonsten nicht in dieser Form vertreten sei. Damit macht die OGR von einer regressiven Rassismus- und Extremismusdefinition gebrauch. Die Gesellschaft wird als ein hufeisenförmiges Gebilde begriffen, mit einer ,,politisch korrekten, bürgerlich-demokratischen“ Mitte sowie objektiv gleichwertigen ,,politischen extremen“ Rändern, deren Gleichwertigkeit dadurch begründet ist, dass sie beide ein Verändern der Gesellschaft und somit ein metaphorisches aus-dem-Gleichgewicht-bringen des Hufeisens anstreben.
Rassismus wird als ein Phänomen der extremen Rechten dargestellt. Tatsächlich sind Rassismus und andere Diskriminierungs- und Ausschlussmechanismen keine spezifisch rechten sondern sind vor allem auch in der vermeintlichen ,,politisch korrekten“ Mitte sowie sogar innerhalb der Linken (z.B. in Form von linkem Antisemitismus) etabliert. Der staatliche und alltägliche Rassismus in Gesellschaft, Politik und Medien wird komplett ignoriert.
Rassismus ist nicht allein ein „Nazi-Problem“ an einem fiktiven „Rand der Gesellschaft“. Er ist mehr als eine gewisse Disposition in puncto Verhaltensweise, Denkschema oder konkreter Handlungen Einzelner oder bestimmter sozialer Gruppen. Als eine über die Jahrhunderte etablierte Kultur der Dominanz weißer und meist völkisch definierter Österreicher konstituiert er Gesellschaft auf struktureller Ebene, wie auch die sozialen Beziehungen und Denkweisen ihrer Mitglieder.
Das Rassismus Teil der des politischen Konsens der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer Mitte ist, zeigt sich z.B. an rassistischer Asylpolitik: die militarisierte Migrationspolitik der Europäischen Union, Frontex und die tausenden auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer Ertrunkenen. Wir verstehen Rassismus auch als ein durch die Verhältnisse der kapitalistischen Gesellschaft bedingtes Phänomen. Somit zählt die Mitte dieser Gesellschaft, die diese als Idealzustand zu bewahren sucht, Rassismus zwangsläufig zu ihren elementaren Aspekten. Ideologien der Ungleichwertigkeit sind einer Gesellschaft, die auf Ausbeutung und Konkurrenz, Profit- und Verwertungslogik gründet, immanent. Staat, Nation und ihre Grenzen bedingen zwangsläufig Ausschluss und die Genese des modernen Rassismus fällt nicht zufällig mit der Herausbildung kapitalistischer Wirtschaftsweise und kolonialer Herrschaft zusammen.
Natürlich ist Rassismus auch Bestandteil der Ideologien der extremen Rechten, deren Bestreben nicht die Grundlegenden Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse und Konstellationen sind, sondern eben die Umformung und Verschärfung dieser.
Deswegen lehnen wir es auch kategorisch ab, die extreme Rechte und die radikale Linke als gleichwertig darzustellen. Dies ist auch der Grund, aus dem wir auch den Terminus ,,Linksextremismus“ kritisieren. Keineswegs kann es nur darum gehen, das Leben in den hiesigen Verhältnissen ein bisschen weniger menschenverachtend und ein bisschen weniger ausgrenzend zu gestalten. Eine progressive Linke muss radikal sein, also in der Lage sein, die Wurzeln der zu überwindenden Verhältnisse zu erkennen und zu dekonstruieren.

Das führt uns zum nächsten Punkt, den wir am Mobi-Text der OGR zu kritisieren haben:

2) Ist der Slogan ,,Kein Meter für Pegida!“ passend zu einer Demo-Taktik, deren Ziel nicht die ausdrückliche Unmöglichmachung des Marsches an sich ist?
Aus dem Mobi-Text geht hervor, dass das Ziel der OGR-Proteste primär ein symbolpolitisches ist. Mit ,,bunten und lauten Protesten“ soll öffentlich auf den Pegida-Marsch aufmerksam gemacht und Kritik an diesem geübt werden.

Grundsätzlich gut, aber bei weitem nicht genug:
Bisherige Pegida-Aufmärsche, wie beispielsweise am 02.03 in Wien, wurden von autonomen Antifaschist_innen verhindert, die sich in Ketten den Aufmarsch in den Weg stellten. Rechtsextremen Gruppen wie den Identitären, Burschenschaften oder eben Pegida, darf weder auf der Straße noch sonstwo Platz gelassen werden!

Deshalb wollen wir kein friedliches Zeichen gegen Pegida setzen, wir wollen ihren Aufmarsch mit direkten Aktionen und militanten Blockaden verhindern!

Bekämpfen wir gemeinsam Rassismus in Gesellschaft, Politik und Institutionen!
Blockieren statt nur demonstrieren!
Damit Pegida wirklich keinen Meter macht!

Kein Mal und nie wieder!

Gegen das „Fest der Freiheit“
Anfang Mai 2014 wollen die Burschenschaften des Wiener Korporationsrings (WKR) zusammen mit der FPÖ einen Marsch durch die Wiener Innenstadt abhalten. Unter dem Motto „Fest der Freiheit“ wird Bezug auf das Revolutionsjahr 1848 genommen und mit dem eigens für dieses Event eingerichteten Verein „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr 1848“ versucht, Burschenschaften als freiheitsliebende Revolutionäre, die für Menschenrecht und Meinungsfreiheit eingestanden hätten, darzustellen. Diese Strategie ist keineswegs neu: Seit ihrer Wiederzulassung zu Beginn der 1950er Jahre versuchen deutschvölkische Korporationen vor allem aufgrund ihrer nationalsozialistischen Verstrickungen, einen Legitimationsdiskurs zu etablieren, der voller Lügen, Auslassungen und Halbwahrheiten ist.

Als Organisator des Spektakels, wie auch als Vorstand des oben genannten Vereins, scheint Gerhard Schlüsselberger auf. Gerhard Schlüsselberger war Bundesgeschäftsführer des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS), ist FPÖ-Mitglied und Alter Herr der neonazistischen Burschenschaft aB! Olympia. Schon in der Vergangenheit organisierte er als Vereinsvorstand des Rings volkstreuer Verbände (RVV), zusammen mit dem WKR das rechtsextreme Totengedenken am 8. Mai, wo ganz unverhohlen dem Nationalsozialismus hinterher getrauert wurde und die Verbrechen des NS-Regimes relativiert bzw. ausgeblendet wurden. Schlüsselberger, der sich in den Medien als aufrechter Demokrat darstellt, der für Presse- und Meinungsfreiheit eintritt, zeigte in einem Leserbrief, der im Organ der deutschen Burschenschaft „Burschenschaftliche Blätter“ 2009 veröffentlicht wurde, wes Geistes Kind er ist. In diesem völkischen Erguss phantasiert er von „einer Ausländerflut biblischen Ausmaßes“ der die „Deutschen Länder“ ausgesetzt seien. Dass Wörter wie „Volk“, „Heimat“, „Abstammung“ und „Rasse“ so negativ besetzt seien, lastet er den „Umerziehern“ an und versucht sich selbst als Rassentheoretiker, indem er konstatiert, dass es „wissenschaftlich erwiesen [ist], daß es große Unterschiede zwischen den Menschen aufgrund ihrer biologischen Abstammung gibt“. Als Werturteil will er dies aber nicht verstanden wissen. Stattdessen träumt er von der „Volksgemeinschaft“ und dem großdeutschen Reich. Schlüsselberger zeigt sich erschüttert, dass „das Deutsche Volk nach wie vor in verschiedenen Staaten leben muss“, räumt aber ein, dass er seine Energie jetzt noch nicht der Rückeroberung der „Ostgebiete“ widmen will, sondern der Kampf gegen die „Überfremdung“ durch „Rückführung der Fremden“ und eine Steigerung der „eigenen Geburtenrate“ für ihn gerade Priorität hat.

Wenn deutschnationale, rassistische Männerbunde zum Marsch durch die Wiener Innenstadt aufrufen, sollte das für Antifaschist_innen Grund genug sein, um auf die Straße zu gehen und den Burschis das Fest zu vermiesen.

1848 und burschenschaftliche Legenden
In Kontrast zur gängigen Darstellung des Revolutionsversuches von 1848 als Sternstunde des Liberalismus, die die heutigen Korporationen als Erbwahrer der Pioniere der Demokratie in Österreich eingesetzt habe, räumt Corpsbruder Andreas Mölzer ein, dass dabei wesentliche Teile der Studentenschaft dem Gedanken des „Vorrang[es] der Einigung Deutschlands gegenüber einer Verfassung für Österreich“ – also des Nationalismus vor Demokratie und bürgerlichen Rechten – anhingen. Die maßgeblich auf Friedrich Ludwig Jahn („Haß alles Fremden ist des Deutschen Pflicht“) zurückgehende Gründung der Urburschenschaft in Jena (1815) ist als Gegenreaktion auf den drohenden revolutionären Sturm zu begreifen. Wenn sich Burschenschafter heute in die Tradition der bürgerlich-demokratischen Revolution stellen, beziehen sie sich auf jene liberale Position, gegen welche die „Urburschenschaft“ gerade gegründet wurde. Im völkischen Zentralorgan „Aula“ wird sogar in geradezu erfrischender Ehrlichkeit die Frontstellung der Burschenschaften zum „jakobinisch-freimaurerischen Gedankengut der französischen Revolution“ hervorgehoben. Nach Auschwitz dient diese Legende vor allem dazu, von ihren wirklichen Traditionslinien abzulenken: Korporierte waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts an jeder blutigen antidemokratischen Erhebung in der Weimarer und Ersten Republik maßgeblich beteiligt: Kapp-Putsch 19201, „Marsch auf die Feldherrhalle“ 19232, Juliputsch 19343 usw.

Der Einheitsstaat, der nicht als Nation politisch hergestellt werde, sondern aus der natürlichen Wesenheit „Volk“ erwachse, war von Anfang an verbunden mit der Abgrenzung von Feinden: im Inneren von Jüdinnen und Juden, im Äußeren von Frankreich. Gleichzeitig erwuchs insbesondere unter der akademischen Jugend aus der enttäuschten Hoffnung auf staatliche Einigung des „deutschen Volkes“ jenes rebellische Ressentiment gegen die adelige Obrigkeit, das bis heute mit revolutionärem Freiheitsdrang verwechselt wird. Diese kollektive Enttäuschung der Studenten, die in „Freikorps“ gegen die französischen Truppen gezogen waren und sich danach in Burschenschaften organisierten, verschaffte sich 1817 am Wartburgfest erstmals Luft. Das Treffen im Andenken an die Schlacht bei Leipzig und die Lutherische Reformation wurde von Jahn, diesem „ersten SA-Mann“, wie ihn Herbert Marcuse bezeichnete, initiiert und gipfelte in der ersten deutschen Bücherverbrennung. Dabei kommt die spezifische Verbindung von romantischem Freiheitsdrang, nationalem Einigungswunsch, antidemokratischem Gemeinschaftsdünkel und völkischem Reinheitswahn zum Ausdruck. Entgegen aller korporierten Legenden war der Antisemitismus also von Anfang an fixer Bestandteil burschenschaftlichen Lebens. Bereits die „Urburschenschaft“ bestimmte, dass „nur ein Deutscher und Christ“ Mitglied werden dürfe. Bei der Vereinigung der bereits bestehenden Burschenschaften zur Allgemeinen Deutschen Burschenschaft (1818) stritt man um den „Arierparagraphen“. Dieser fand 1820 am geheimen Burschentag in Dresden eine Mehrheit.

Die letztendlich siegreiche völkische Traditionslinie, in welcher die Burschenschafter bis heute stehen, führte also nicht, wie es die burschenschaftliche Legendenbildung glauben machen will, in die bürgerliche oder demokratische, sondern in die antisemitische „Revolution“. „Die Kombination von antifranzösisch und antisemitisch, antirevolutionär und antitraditionell in der deutschtümelnden Ideologie ist der Nukleus der späteren nationalsozialistischen Exzesse,“ so Detlev Claussen in „Grenzen der Aufklärung“.

Freiheit und regressive Kollektivität
Schon alleine die bürgerliche Freiheit ist ein weitaus unangenehmerer Sachverhalt, als ihr guter Ruf zu wünschen lässt. Die individuelle Freiheit der vereinzelten Einzelnen bedeutet in der kapitalistischen Gesellschaft die Freiheit zum Hauen und Stechen in der Konkurrenz. Herrschaft und Ausbeutung im Kapitalismus vollzieht sich nicht primär entgegen Recht und Demokratie, sondern innerhalb dieser Formen. Allgemeine Ohnmacht durch allgemeine Freiheit – das ist das Paradox und Kennzeichen der Welt von Staat und Kapital. Dass gerade staatlich garantierte Freiheit die Quelle von Unfreiheit und Ohnmacht sein soll, ist erklärungsbedürftig. Schließlich beansprucht der bürgerliche Staat ja gerade mit seinem allgemeinen Recht, die Freiheit jedes und jeder Einzelnen mit der Freiheit aller anderen zu versöhnen und so insgesamt größtmögliche Freiheit zu verwirklichen. Die staatliche Garantie allgemeiner Freiheit bewahrt diese ›Einzelnen‹ nicht nur vor unrechtmäßigen Übergriffen. Die allgemeinen Gesetze, das bürgerliche Recht, befreite die Menschen aus persönlicher Herrschaft. Doch unterjocht wurden sie einem viel umfassenderen Zwang: dem unaufhörlichen Zwang zur gesellschaftlichen Konkurrenz als vereinzelte Individuen, dem Zwang zur Selbstverwertung und zur Ausnutzung anderer. Die allgemeinen Gesetze – die des Rechts und die der Warenproduktion – entfalten als unpersönliche Herrschaft einen stummen Zwang, der dem freien Menschen zur zweiten Natur wurde. Als „doppelt freie Lohnarbeiter“ (Marx), frei von persönlicher Herrschaft, aber auch frei von Eigentum, sind sie gezwungen ihre Ware Arbeitskraft zu verkaufen, um zu überleben. Die formelle Freiheit und Gleichheit der Individuen sichert so die materielle Unfreiheit und Ungleichheit der Menschen.

Auf diese Bedrohungslagen, Ohnmachtserfahrungen und Ängste antwortet der Nationalismus, der nicht nur bei Burschenschaften und Nazis zum Ausdruck kommt, sondern eine „objektive Gedankenform“ (Marx) von Gesellschaften ist, die unter den Herrschaftsimperativen des Staates und den Verwertungsimperativen des Kapitals stehen. Ideologien kollektiver Identität bieten Schutz vor den alltäglichen Zwängen der Konkurrenz und haben als ideologischen Ertrag den Anspruch und die Gewissheit unverbrüchlicher Zusammengehörigkeit. Daraus werden nationale Privilegien abgeleitet und „die Anderen“ sozial ausgegrenzt.

Burschenschaften stellen eine besonders widerliche Form regressiver Kollektivität dar. Sie verraten die individuelle Freiheit zugunsten der des „Volkes“ und des „Bundes“. Gerade die Mensur als Erziehungsinstrument für Opferbereitschaft und Unterordnung verdeutlicht diesen Antiindividualismus von völkischen Verbindungen. Diese Dressur der Härte gegen das eigene Selbst dient in erster Linie der Unterordnung des Einzelnen unter das Kollektiv. Damit belegt man die Bereitschaft sogar die körperliche Integrität für die Gemeinschaft zu opfern. Dieser Auslöschung der eigenen Person entspricht auf ideologischer Ebene der Antiindividualismus, die rationalisierte Furcht vor der Freiheit. Das geringgeschätzte Individuum hat sich voll und ganz den Interessen des Bundes und des Volkes zu unterwerfen. So wenden sich etwa die Wiener Olympen „gegen die übersteigerten individualistischen und weltbürgerlichen Tendenzen der Aufklärung.“ Diesen setzt man den „Gemeinschafts-Mythos“ entgegen. Adorno schreibt zu diesem Erziehungsideal der Härte in „Erziehung nach Auschwitz“: „Die Vorstellung, Männlichkeit bestehe in einem Höchstmaß an Ertragenkönnen, wurde längst zum Deckbild eines Masochismus, der – wie die Psychologie dartat – mit dem Sadismus nur allzu leicht sich zusammenfindet. Das gepriesene Hart-Sein, zu dem da erzogen werden soll, bedeutet Gleichgültigkeit gegen den Schmerz schlechthin. Dabei wird zwischen dem eigenen und dem anderer gar nicht einmal so sehr fest unterschieden. Wer hart gegen sich ist, erkauft sich das Recht, hart auch gegen andere zu sein, und rächt sich für den Schmerz, dessen Regungen er nicht zeigen durfte, die er verdrängen mußte.“

Kommunsimus statt Deutsch-Österreich!
Für die deutschen Burschen bedeutet Freiheit also Unterordnung unter das (nationale) Kollektiv und vor allem Freiheit vor den Anderen, den Fremden. Diesen regressiven Kollektivismus, der ohne Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Frauenhass nicht zu haben ist, setzen wir nicht das bürgerliche Freiheitsideal entgegen. Die bürgerliche Individuationsform zwingt die Einzelnen zu einer permanenten Herausstellung der eigenen Alleinstellungsmerkmale. Um den Sieg in der Konkurrenz zu erringen, gilt es im falschen Bewusstsein der eigenen Souveränität besser – und individueller – zu sein als alle anderen. Die sich souverän wähnenden Einzelnen, sehen sich jedoch zugleich der Schwierigkeit gegenüber, die Erfahrungen von Abhängigkeit, Ausgeliefertheit, Ohnmacht und Passivität, die ihre Lebensführung im kapitalistischen Alltag maßgeblich begleiten, in ihre Welt- und Selbstbegegnung zu integrieren. Diese Erfahrungen eigener Ohnmacht und Ausgeliefertheit, der eigenen Wert- und Bedeutungslosigkeit bei gleichzeitiger Proklamation individueller Souveränität, bilden dabei allzu häufig die Grundlage für Motivationszusammenhänge, die zum Kollektiv drängen. Die bürgerliche Individuationsform ist fragil: entweder isolierte Konkurrenzförmigkeit oder regressive Kollektivierung. Der Gegenpol zur regressiven deutschen Kollektivierung wie zur bürgerlichen Freiheit wäre in der „freien Assoziation freier Individuen“ (Marx) zu suchen. Wir sind uns nach Auschwitz bewusst, dass es etwas weitaus schlimmeres als Demokratie gibt, und trotzdem: Die Freiheit die wir meinen heißt Kommunismus!

Mai 2014, Tag X – Aufmarsch von Burschenschaftern, FPÖ und Nazis verhindern!

Mehr Infos findet ihr hier

Grüße von Josef aus dem Knast


Viele Grüße an alle solidarischen Unterstützer*innen!

Danke für eure zahlreichen Solidaritätsbekundungen, die den Aufenthalt im Gefängnis erträglicher machen. So bin ich zwar alleine in Haft, aber ich bin auf keinen Fall einsam.

Diesmal hat es mich getroffen, aber jede*r der/die gegen den Akademikerball protestiert hat, könnte jetzt statt mir in Untersuchungshaft sitzen. Staatliche Behörden versuchen immer wieder, antifaschistische Proteste zu kriminalisieren. Antifaschismus ist eben mehr als gegen Nazis sein und der Bau von Gedenkstätten und Mahnmalen. Er beinhaltet auch die Kritik an in allen Gesellschaftsschichten weit verbreiteten rassistischen, sexistischen und antisemitischen Meinungen. Auch das Aufrechterhalten einer aktiven Erinnerungspolitik ist ein wichtiger Bestandteil antifaschistischen Handelns, z.B. die Umsetzung des Schwures von Buchenwald: „die Auslöschung des Nazismus mit all seinen Wurzeln“ als Konsequenz der Vernichtungspoltiik des NS-Regimes. Da diese Meinung doch stark von der mehrheitlich vertretenen abweicht, versuchen Polizei und Justiz, Antifaschst*innen zum Schweigen zu bringen, damit niemensch den ausgrenzenden Konsens der bürgerlichen Gesellschaft stört.

Auch andere Unangepasste erfahren behördliche Verfolgung, z.B. die Aktivist*innen des Refugeeprotest Wien, da diese mit ihren Handlungen die öffentliche Ordnung infrage stellen und auf gesellschaftliche Probleme hinweisen, über die die Meisten lieber schweigen. Daher ist es wichtig, in Zeiten der ökonomischen Krise, wo sozialchauvinistische Hetze und Rechtspopulist*innen Hochkunjunktur haben, aufzustehen und sich gegen Diskriminierung einzusetzen.

Unterstützt also lokale Strukturen wie selbstorganisierte Gruppen, Jugendorganisationen wie die Falken oder andere antifaschistische Gruppen und seid auch über Grenzen hinweg solidarisch!

Lasst euch nicht einschüchtern und passt aufeinander auf!

Siamo tutti Antifascisti!
Freiheit für alle Gefangenen !
Freundschaft – Josef

fckwkr

Scheiß Drecksnest

drecksnest

„Projekt C14“ ist der Name für das neue Hilfsprojekt der Caritas Kärnten. „C14″ soll eine „Anlauf- und Notschlafstelle für anreisende Bettler_innen“ werden.

Die Caritas bemängelt, dass „Bettler_innen“ gesellschaftlich diskriminiert, verachtet und ausgegrenzt werden. „Wir sehen als Caritas Handlungsbedarf und haben für diese Menschen eine Anlaufstelle geschaffen, denn solange es Elend und Not in Osteuropa gibt, werden Menschen alles versuchen, um ihre Situation zu verbessern“, stand in einer Aussendung.

Bürgermeister Christian Scheider (FPÖ) ist gegen das neue Projekt und sieht es als „Einladung an alle internationalen Organisationen, sich in Klagenfurt anzusiedeln.“ Und auch die Polizei ist von dem Caritas-Projekt nicht begeistert. Stadtpolizeikommandant Eugen Schluga: „Wir sehen das gleich wie der Bürgermeister. Wir wollen nicht einen Magneten darstellen, wo jeder weiß, da gehen wir hin, da geht’s uns gut, da werden wir versorgt. Wenn nur die paar, die jetzt bei uns sind, zur Caritas gehen würden, dann wären wir hoch weiß und hätten eine Freude. Aber das spielt es nicht. Die sind besser vernetzt, als wir glauben. Die haben jeder fünf bis sechs Handys eingesteckt und telefonieren bis nach Rumänien oder sonst wo hin. Und unsere Befürchtung ist, dass wir dann hundert Bettler da haben.“

Rund 25 Anrainer verwandelten am Donnerstag die Eröffnung der „Bettlerherberge“ an der Klagenfurter Völkermarkter Straße in eine Protestversammlung. Fast jeder Satz von Caritas-Präsident Viktor Omelko wurde von Zwischenrufen oder bitterem Gelächter begleitet.

Dem rassistischen Volksmob entgegentreten!!!
Klagenfurt/Celovec ist und bleibt ein scheiß Drecksnest!!!

[NOWKR] Unseren Hass den könnt ihr haben! Aufruf zur antinationalen Demo gegen den Akademikerball 2014

nowkr

Zum zwei­ten Mal fin­det am 24. Jän­ner 2014 der Aka­de­mi­ker­ball der Wie­ner Bur­schen­schaf­ten in der Hof­burg statt. Die Ver­an­stal­tung ist das Nach­fol­ge­pro­jekt zum WKR-​Ball, der vor zwei Jah­ren auf­grund man­geln­der Ab­gren­zung zum Rechts­ex­tre­mis­mus von den Hof­burg-​Be­trei­ber­ge­sell­schaf­ten ab­ge­dreht wurde. Auch heuer wird der Ball­abend wie­der von der FPÖ Wien aus­ge­rich­tet, die schon letz­tes Jahr – unter dem Deck­man­tel ihres par­la­men­ta­ri­schen Schut­zes – für den me­di­al an­ge­kratz­ten Kor­po­ra­ti­ons­ring ein­sprang. Es scheint also, als würde sich der glei­che rechts­ex­tre­me Ball­abend wie jedes Jahr in der alten Kai­ser­re­si­denz an­kün­di­gen. Doch sind sehr wohl Krat­zer im kor­po­rier­ten Lager wahr­zu­neh­men.
Am au­gen­schein­lichs­ten ist wohl das ab­ge­stürz­te In­ter­es­se für den Ball im bur­schen­schaft­li­chen Mi­lieu. Waren nach Ei­gen­an­ga­ben des Dach­ver­ban­des in der Ver­gan­gen­heit bis zu 2.​000 Be­su­cher_in­nen zum stram­men Rechts­wal­zer ge­strömt, re­gis­trier­te die Po­li­zei am letz­ten Ball nur mehr rund 700 Gäste. Zu den Grün­den hier­für dürf­ten auch in­ter­ne Ver­stim­mun­gen zäh­len. So ist die An­mel­dung durch die FPÖ nicht auf un­ge­teil­te Be­geis­te­rung in Ver­bin­dungs­krei­sen ge­sto­ßen. Viel­mehr dürf­te die miss­lun­ge­ne Mo­bi­li­sie­rung zum um­be­nann­ten WKR-​Ball je­doch auf das mitt­ler­wei­le ram­po­nier­te Image des Balls und deren Be­su­cher_in­nen in­ner­halb und au­ßer­halb der Gren­zen Ös­ter­reichs zu­rück­zu­füh­ren sein. In den zu­rück­lie­gen­den Jah­ren wurde näm­lich – dank kon­ti­nu­ier­li­cher Kam­pa­gnen­ar­beit von An­ti­fa­schis­t_in­nen – in immer brei­te­rem Aus­maß deut­lich um was für ein Tref­fen es sich dabei han­delt.

Krise in Eu­ro­pa – Eu­ro­pa in der Krise
Der Aka­de­mi­ker­ball ist nicht nur das fest­li­che High­light der größ­ten deutsch­na­tio­na­len Ver­ei­ni­gung Ös­ter­reichs, son­dern auch ein fes­ter Ter­min für eu­ro­päi­sche Rechts­par­tei­en. Dass dies nicht nur eine Un­ter­stel­lung der „links­lin­ken Jagd­ge­sell­schaft“ ist, ver­deut­licht ein Tref­fen na­tio­na­lis­ti­scher Par­tei­en im Jahr 2008. Das „Ar­beits­tref­fen von pa­trio­ti­schen Par­tei­en hier in Wien“ (FPÖ-​Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­ter Möl­zer) soll­te da­mals die Wei­chen für eine ge­ein­te eu­ro­päi­sche Rechts­par­tei zur dar­auf fol­gen­den Eu­ro­pa­wahl stel­len. Das Tref­fen von FPÖ, Front Na­tio­nal (Frank­reich), Vlaams Be­lang und (Bel­gi­en) Ataka (Bul­ga­ri­en) fand nur we­ni­ge Stun­den vor dem da­ma­li­gen WKR-​Ball statt. Der Ball­abend an sich mag sich tat­säch­lich un­po­li­tisch prä­sen­tie­ren. Die an­we­sen­den po­li­ti­schen Funk­ti­ons­trä­ger_in­nen und deren Netz­werk­ar­beit sind dies je­doch mit­nich­ten. Auch wenn die da­ma­li­ge Rechts­block­bil­dung letzt­lich schei­ter­te, sehen sich heute rech­te und rechts­ex­tre­me Par­tei­en in einer Zeit der öko­no­mi­schen Krise so stark im Auf­wind, wie schon lange nicht mehr. Die kom­men­den Eu­ro­pa­wah­len im Mai wer­den aller Vor­aus­sicht nach den Par­tei­en mit re­ak­tio­nä­ren und au­to­ri­tä­ren Kri­sen­ant­wor­ten ein deut­li­ches Plus ver­schaf­fen. So ver­wun­dert es auch nicht, dass sich erst im ver­gan­ge­nen No­vem­ber wie­der Eu­ro­pas rech­te Eli­ten in Wien zum Netz­wer­ken tra­fen. Die­ses Mal nah­men neben Front Na­tio­nal und Vlaams Be­lang zudem die Schwe­den­de­mo­kra­ten, die slo­wa­ki­sche Na­tio­nal­par­tei und die Lega Nord (Ita­li­en) an dem von der FPÖ in­iti­ier­ten Tref­fen teil. Ge­mein­sam mit der Par­tij voor de Vri­jheid (Nie­der­lan­de) von Geert Wil­ders soll die­sem na­tio­na­lis­ti­schen Zu­sam­men­schluss die Bil­dung einer ei­gen­stän­di­gen Rechts­frak­ti­on im neuen Eu­ro­pa­par­la­ment ge­lin­gen. Die Par­tei­en dür­fen sich durch­aus be­rech­tig­te Hoff­nun­gen ma­chen, ge­stärkt aus der Wahl her­vor­zu­ge­hen. Die ge­gen­wär­ti­ge Krise spielt ihrer re­ak­tio­nä­ren und au­to­ri­tä­ren Stim­mungs­ma­che in die Kar­ten.

Denn in der ver­schärf­ten Kon­kur­renz­si­tua­ti­on öko­no­mi­scher Kri­sen bie­ten na­tio­na­lis­ti­sche und ras­sis­ti­sche Par­tei­en dem (Wahl-)Volk ein ver­meint­lich ver­lo­cken­des Ver­spre­chen: Der er­wirt­schaf­te­te Wohl­stand soll einem mög­lichst klei­nen, ab­ge­schot­te­ten na­tio­na­len Kol­lek­tiv vor­be­hal­ten blei­ben. Aus­ge­schlos­sen wer­den sol­len Ge­flüch­te­te, Ar­beits­mi­gran­t_in­nen, öko­no­misch ab­ge­stürz­te Staa­ten, sowie „Brüs­sel“ und nicht näher be­nann­te „Spe­ku­lan­ten“. Zu spü­ren be­kom­men das am stärks­ten jene Men­schen, die ver­su­chen von einem an­de­ren Kon­ti­nent nach Eu­ro­pa zu im­mi­grie­ren. Wäh­rend Fron­tex die EU-​Au­ßen­gren­zen ab­schot­tet, ze­men­tie­ren Ab­kom­men wie die Du­blin-​Ver­ord­nung den ge­setz­li­chen Rah­men. Ver­voll­stän­digt wird der ras­sis­ti­sche Staats­ap­pa­rat von men­schen­un­wür­di­gen Un­ter­künf­ten, einer mar­gi­na­len An­er­ken­nungs­quo­te und einer ras­sis­ti­schen Exe­ku­ti­ve.

Bei den ös­ter­rei­chi­schen Staats­bür­ger_in­nen lö­schen hin­ge­gen der Fut­ter­neid um ein paar Euro Mo­nats­ge­halt und die Angst um Pen­si­ons­an­sprü­che jeden Fun­ken von So­li­da­ri­tät aus. Die Hoff­nung der von Ab­sturzangst ge­plag­ten Ös­ter­rei­cher_in­nen be­steht darin, sich durch Ab­schot­tung und Aus­gren­zung nach außen die letz­ten übrig ge­blie­be­nen Pri­vi­le­gi­en eines So­zi­al­staa­tes zu si­chern. Gleich­zei­tig zu dem Aus­schluss aus dem na­tio­na­len Kol­lek­tiv gibt es aber noch einen Aus­schluss in­ner­halb des Kol­lek­tivs. Die­ser be­trifft vor allem Frau­en, Er­werbs­lo­se und so­zi­al be­nach­tei­lig­te Grup­pen. Wäh­rend Mi­gran­t_in­nen ge­ne­rell der Zu­griff auf ge­sell­schaft­li­che Res­sour­cen ver­wehrt wer­den soll, wird den Aus­ge­schlos­se­nen im Kol­lek­tiv ein ge­wis­ses Maß an Pri­vi­le­gi­en zu­ge­stan­den. Doch be­kom­men diese Grup­pen es als erste zu spü­ren, wenn es gilt „den Gür­tel enger zu schnal­len“. So sinkt in Pha­sen der öko­no­mi­schen Ab­wärts­be­we­gung pri­mär die Er­werbs­quo­te von Frau­en, die so­zia­le Ab­si­che­rung von pre­kär Be­schäf­tig­ten wird fort­lau­fend de­mon­tiert, wäh­rend Ar­beits­lo­se zu immer un­sin­ni­ge­ren Zwangs­maß­nah­men ver­pflich­tet wer­den.

This is a man’s world
Ver­gleichs­wei­se gut kom­men in die­ser Kon­kur­renz­si­tua­ti­on hin­ge­gen aka­de­misch ge­bil­de­te, weiße Män­ner mit ös­ter­rei­chi­schem Pass und sehr guten Kon­tak­ten in Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Jus­tiz davon. Genau das ist das Bild, das Bur­schen­schaf­ten nach außen hin ver­tre­ten. Wer bei so einem Ver­ein mit­macht, kommt schon nicht unter die Räder, mag sich so man­cher Pen­nä­ler und Jung­fux den­ken. Zudem ver­mit­teln Kor­po­ra­tio­nen he­ge­mo­ni­al männ­li­che und pa­tri­ar­cha­le Werte und Ver­hal­tens­mus­ter, die in der ka­pi­ta­lis­ti­schen Ell­bo­gen­ge­sell­schaft von Vor­teil sind: Härte, Stär­ke, Dis­zi­plin, Ge­hor­sam­keit, Mut und Lei­dens­fä­hig­keit sind nur ei­ni­ge sol­da­tisch-​männ­li­che Werte von Kor­po­ra­tio­nen, die in der per­ma­nen­ten Ar­beits­markt­kon­kur­renz den Weg auf der Kar­rie­re­lei­ter ebnen sol­len. Auf die über­stei­ger­te Mas­ku­li­ni­tät des Män­ner­bun­des folgt al­ler­dings post­wen­dend die ho­mo­pho­be Ab­wehr des Ge­dan­ken Män­ner könn­ten auch Män­ner (bzw. Frau­en könn­ten Frau­en) lie­ben. Die He­te­ro­norm bleibt das Maß aller Dinge. Alles was aus dem tra­di­tio­na­lis­ti­schen Ge­schlech­ter-​ und Fa­mi­li­en­bild her­aus­fällt wird pa­tho­lo­gi­siert und aus­ge­grenzt.

Dies wird er­gänzt durch ein Frau­en­bild, das in etwa aus dem Jahre 1848 stammt. Wäh­rend Män­nern alle sol­da­ti­schen Werte zu­ge­schrie­ben wer­den, wird Frau­en prin­zi­pi­ell ab­ge­spro­chen sich selbst be­haup­ten und ver­tei­di­gen zu kön­nen – so­wohl phy­sisch, als auch in­tel­lek­tu­ell. Ar­gu­men­tiert wird dies bio­lo­gis­tisch: Der Kör­per und der Geist von Frau­en sei Män­nern ge­gen­über un­ter­le­gen und des­halb auch we­ni­ger pro­duk­tiv und leis­tungs­fä­hig. An­hand sol­cher Be­haup­tun­gen lässt sich in wei­te­rer Folge umso leich­ter so­zia­ler und öko­no­mi­scher Aus­schluss recht­fer­ti­gen. Im Ge­gen­satz zu den Män­nern be­ste­he die Auf­ga­be von Frau­en in ers­ter Linie darin, emo­tio­na­le, zwi­schen­mensch­li­che und er­zie­he­ri­sche Tä­tig­kei­ten zu ver­rich­ten. Be­son­ders deut­lich wer­den diese Ge­schlech­ter­rol­len, wenn sich Bur­schen­schaf­ten ein­mal „frau­en­po­li­tisch“ äu­ßern. Zu die­sem Thema las­sen sie dann Bar­ba­ra Ro­sen­kranz über die „Gen­der-​Ma­fia“ in Brüs­sel re­fe­rie­ren. Wei­ters würde der Ge­bur­ten­rück­gang in der EU zum Un­ter­gang des Abend­lan­des füh­ren, wäh­rend (vor allem mus­li­mi­sche) Mi­gran­tin­nen Kind um Kind be­kä­men. Zu ver­ant­wor­ten hät­ten dies alles Fe­mi­nis­tin­nen, Ho­mo­se­xu­el­le und kin­der­lo­se Kar­rie­re­frau­en, denen ihr Ego­is­mus wich­ti­ger wäre als ihr Volk­s­auf­trag Kin­der zu be­kom­men.
Eman­zi­pa­to­ri­sche In­hal­te sehen wahr­lich an­ders aus…

Just ano­ther brick in the wall
Ge­mes­sen an der Ge­samt­heit der so­zia­len Ver­hält­nis­se ist der Aka­de­mi­ker­ball nur ein Stein­chen in einer rie­si­gen re­ak­tio­nä­ren Mauer. Daher ist es immer wich­tig, die Re­le­vanz und den Stel­len­wert eines sol­chen Events im Ver­gleich zu an­de­ren po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen im Auge zu be­hal­ten. Es ist rich­tig, dass der Aka­de­mi­ker­ball ein fest­li­ches High­light deutsch­na­tio­na­ler Kor­po­ra­tio­nen und eu­ro­päi­scher Rechts­par­tei­en dar­stellt. Gleich­zei­tig gilt es aber fest­zu­hal­ten, dass der Ball – ins­be­son­de­re durch die jah­re­lan­ge Kam­pa­gnen­ar­beit an­ti­fa­schis­ti­scher Kräf­te – schon deut­lich an Aus­strah­lungs­kraft und Stel­len­wert ver­lo­ren hat. Das kann durch­aus als Er­folg der letz­ten Jahre an­er­kannt wer­den. Dem WKR-​Ball wurde schon ein­mal der Ver­bleib in der Hof­burg auf­ge­kün­digt. Und was ein­mal ge­klappt hat, kann ein wei­te­res Mal klap­pen, wenn die ent­spre­chen­de Be­reit­schaft und Ent­schlos­sen­heit dazu vor­han­den ist.

Es gibt mehr als ge­nü­gend The­men für eine eman­zi­pa­to­ri­sche Linke, für die es zu strei­ten gilt. Der Aka­de­mi­ker­ball ist so ge­se­hen „just ano­ther brick in the wall“. Umso wich­ti­ger ist es, die­sem Event, das sich seit Jah­ren in der De­fen­si­ve be­fin­det, noch ein­mal ein deut­li­ches, po­li­ti­sches Si­gnal zu sen­den, auf dass die­ses rechts­ex­tre­me Tref­fen künf­tig ein für alle mal der Ver­gan­gen­heit an­ge­hört.

24.​1.​2014 – 17 Uhr
Wien Mitte – Land­stra­ße

mehr Infos unter nowkr.​at

Infovortrag: NOWKR 2013

NOWKR: Info- und Mobiveranstaltung gegen den 1. Wiener Akademikerball

Am 1. Februar 2013 findet in der Wiener Hofburg der 1. Wiener Akademikerball statt. Dass es sich beim Akademikerball um die Neuauflage des WKR-Balls handelt, also jenen Ball der durch den Druck antifaschistischer Proteste seit 2012 nicht mehr in der Hofburg stattfinden kann, verbergen die Veranstaler keineswegs. Die Adresse wkr-ball.at führt automatisch zum Wiener Akademikerball und der WKR-Ballausschuss lädt zum neuen Event mit den Wort…en: „Der Wiener Akademikerball ist ein Ball von Korporierten für Korporierte.“ Und das obwohl es doch offiziell eine FPÖ-Veranstaltung ist… Als hätte es in der Vergangenheit nicht schon genug stichhaltige Beweise für die enge Verstrickung von deutschnationalen Verbindungen und freiheitlicher Partei gegeben, liefert die FPÖ nun einen weiteren Beleg.

Dieses Jahr wird die Mobilisierung gegen den Wiener Akademikerball 2013 unter dem Motto „Nein, wir lieben dieses Land und seine Leute nicht!“ mit einer inhaltlichen Vortragsreihe, bestehend aus fünf Veranstaltungen, unterfüttert. Es geht uns dabei um nichts weniger, als die österreichischen Zustände zu skandalisieren und anzugreifen. Wir haben uns bewusst dazu entschlossen das Thema Burschenschaften zu vernachlässigen um mit unserer Veranstaltungsreihe den Fokus auf Rassismus, Antifeminismus, Antisemitismus und dessen gesellschaftliche Bedingtheit zu legen, sowie eine adäquate Kritik der Nation zu formulieren. Denn der WKR-Ball ist nur die Spitze eines reaktionären Eisbergs. Den WKR-Ball unmöglich machen bedeutet also nicht nur ein Event und Vernetzungstreffen europäischer Rechtsparteien zu verhindern, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse aufzuheben, welche reaktionäre Ideologien aller Couleur erst hervorbringen.

Bei der Veranstaltung gibt es natürlich die neuesten Infos rund um die Proteste und Mobilisierungen gegen den Wiener Akademikerball 2013.

Donnerstag, 3. Januar 2013, 18:00 Uhr
SMO Klub, Spengergasse 7, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

Gegen den Horror des Kapitalismus! Aufruf zur Demoparade am 31.10.2012.

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Vom kapitalistischen Wahnsinn …

In den Jahrhunderten seiner Entfaltung hat der Kapitalismus unermesslich leistungsfähige und differenzierte Industrien hervorgebracht – eine organisierte, gesellschaftliche Macht gegen die Naturverfallenheit primitiver Existenz. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit sind ihre technischen Kenntnisse und produktiven Fähigkeiten derart sprunghaft gestiegen. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte verfügt sie über die Mittel, um alle Menschen vor Hunger und vor den meisten Krankheiten zu schützen. Und mit jedem Tag erwirbt sie neue Fertigkeiten, die das Leben aller Menschen verlängern und verschönern könnten. Doch die Jahrhunderte des Kapitalismus sind zugleich randvoll mit organisierter Gewalt, massenhaftem Elend und einsamer Verzweiflung. An die Spitze dieser zivilisierten Barbarei stellte sich die nationalsozialistische deutsche Gesellschaft mit Vernichtungskrieg und Holocaust. Und während die kapitalistischen Zentren periodisch auf den ewigen Frieden in ihren Gefilden anstoßen, sterben abseits die Menschen noch immer wie die Fliegen durch längst vermeidbare und heilbare Krankheiten, und im Kampf um verwertbare Ressourcen.

Die sichtbaren Leichenhaufen der kapitalistischen Welt sind aber nur Exzesse ihrer alltäglichen Irrationalität. An die Stelle der oft primitiven Naturverfallenheit vorindustrieller Gesellschaften ist eine neue, bezwingende Abhängigkeit getreten. Produziert wird nicht in gesellschaftlicher Selbstbestimmung nach bewussten Zwecken und ausgehend von grundlegenden Bedürfnissen. Produziert wird unter den Zwängen der Kapitalverwertung, unter einem System unternehmerischer und staatlicher Konkurrenz, um den Reichtum der Welt. Dass dabei durch „Angebot und Nachfrage“ eine „optimale Steuerung“ der Produktion erreicht würde, ist bürgerliche Ideologie. Für die Mehrheit der Menschen werden existentielle Bedürfnisse nicht nur nicht erfüllt, sie werden innerhalb der kapitalistischen Verwertungslogik systematisch missachtet und verletzt.

>> Die Krise – Teil des Systems

„Ungerechtigkeit“ und sozialer Ausschluss sind in einer Weltordnung, die auf Konkurrenz und Ausbeutung beruht, keine zufälligen Vorkommnisse, sondern systematisch angelegt. Ökonomische und soziale Krisen sind kaum jemals auf falsche Politik zurückzuführen. Sie sind schlicht und ergreifend die Art und Weise, wie sich kapitalistische Konkurrenz als System gesellschaftlicher Herrschaft reguliert. Das bedeutet nicht, dass Politik gegenstandslos wäre. Es ist nicht gleichgültig, mit welcher Politik auf strukturelle Krisen reagiert wird. Doch in ihren institutionalisierten Formen reproduziert Politik die Voraussetzungen des kapitalistischen Irrationalismus. Sie ist Teil einer Weltordnung, in der die nächste „humanitäre Katastrophe“ und der nächste ökonomische oder psychische Crash nur eine Frage der Zeit sind.

Hierzulande erleben die meisten Leute die jüngste Krise des Kapitalismus, die sich auf scheinbar wundersame Weise von der Immobillien – über die Finanz- zur Staatsschuldenkrise verwandelt hat, vor allem als mediales Ereignis. Die österreichische Regierung und weite Teile der Medien sorgen dabei dafür, dass das Ganze seinen Unterhaltungswert behält und auch nach der x-ten Wiederholung nicht als ein grundlegendes Problem gesellschaftlicher und ökonomischer Strukturen gesehen wird. Der abschätzige Blick auf die „faulen Südländer“ führt die unausweichlichen Ausfallerscheinungen des kapitalistischen Verwertungsmotors auf individuelles Fehlverhalten zurück, dass in der Projektion auf andere Nationen in kulturalistisch–rassistischer Weise zum Wesensmerkmal erklärt wird. Gleichzeitig kann so die Identifikation mit dem eigenen Standort mal wieder gestärkt werden. Nicht nur erfolgreich will man sein, sondern auch noch moralisch überlegen. Dass die Krise, wenn auch in abgeschwächter Form, auch hier ihre gesellschaftliche Folgen hat — wie unter anderem die massenhaften Entlassungen und die weiteren Verschärfungen von Arbeitsverhältnissen zeigen — fällt dabei gerne schnell unter den Tisch.

>> It‘s not enough to be angry

Ganz anders – nicht weit entfernt: Griechenland. Eine ungewählte „nationale Notstandsregierung“ wird durch eine gewählte ersetzt, die jedoch an die technokratischen Krisenverwaltung gebunden bleibt. Während dessen nimmt das Elend in der Bevölkerung immer erschreckendere Ausmaße an und Nationalist_innen und Polizei machen weiterhin gemeinsam Jagd auf „Nicht-Griech_innen“. Dies zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, dass die Systemzwänge kapitalistischer Verwertung immer wieder ideologisch eskalieren können. Dass der Umschlag von Verwertung in Vernutzung und Vernichtung eine reale Gefahr bleibt, gerade in Zeiten kapitalistischer Krise auf globaler Stufenleiter. Ob diese ideologische Eskalation verhindert werden kann, ob die kapitalistische Fatalität nicht etwa durchbrochen werden kann, entscheidet sich in (anti-)politischen Kämpfen hier und heute.

Die soziale Revolution wäre sozusagen die Notbremse eines Zuges, der immer schneller Richtung Abgrund fährt. Von einer Katastrophe zur anderen. Da dies aber nicht von alleine geschehen wird, kein „Volk“ und keine „Klasse“ zur Emanzipation taugen, werden wir uns wohl in die Niederungen linksradikaler (Anti-)Politik herab begeben müssen. Dies bedeutet konkret sich zu organisieren, weil ohne Organisation gar nichts passiert und Theoriearbeit, weil ohne Theorie keine vernünftige Praxis zu Stande kommt. Es ist an der antikapitalistischen, antistaatlichen Linken Vorschläge zu entwickeln, wie eine sozialrevolutionäre Dynamik von sozialen Kämpfen aussehen könnte, nach Formen kollektiver Widerstandspraxis, Aneignung und Subversion zu suchen. Dort, wo der Kitt von Ideologie und kapitalistischer Vergesellschaftung bröckelt, kann ruhig mal der Vorschlaghammer gezückt werden.

Wir wollen das schöne Leben für alle! Ohne Angst, Stress, Lohnarbeit und Konkurrenz! Gegen den Horror des Kapitalismus! Für die befreite Gesellschaft! Zeigen wir dem Schweinesystem unsere hässlichste Fratze! Kommt verkleidet um 18h zum Demotreffpunkt am Westbahnhof (u3/u6) in Wien!

>> Hier kann der AUFRUF auch als PDF runtergeladen werden.

ASC 2012


Sommer, Sonne, Antifa… reloaded!

asc

Das Antifa Sommercamp (ASC), findet heuer von 29. August bis zum 02. September 2012, in Eberndorf/Dobrla vas (Kärnten/Koroška) statt.

Auch dieses Jahr gibt es wieder das Antifa-Summercamp ASC) in Österreich und auch dieses Jahr zieht es uns wieder in die Provinz. In Kärnten herrschen dieselben unerträglichen Bedingungen, wie überall am Land. Gemeint sind damit vor allem organisierte Nazis, die lokale freiwillige Feuerwehr und der rechte Konsens in der Bevölkerung. Dabei scheint es uns Anbetracht der weltweit wirkenden kapitalistischen Krise sinnvoll, den inhaltlichen Fokus nicht nur auf klassisch antifaschistische Themenfelder, wie Nazis, zu richten, sondern eine breitere Perspektive zu eröffnen, die Kritik am Staat, der Nation und der kapitalistisch-patriarchal organisierten Gesellschaft mit einschließt. Erst so ist es überhaupt möglich eine fundierte antifaschistische Praxis zu entwickeln, die sich nicht damit zufrieden gibt, ein paar Nazis das Handwerk zu legen, sondern darüber hinaus auf eine radikale Veränderung von Gesellschaft drängt. Denn eins bleibt sicher: Nazis, Staat, Nation und Kapital – alles Topfen!

Eine übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung von Antifagruppen und/oder Einzelpersonen gibt es aber immer nur zu punktuellen Ereignissen. Das wollen wir mit dem Camp ändern, denn Gesellschaft verändert sich nicht von alleine zum Besseren und bei den meisten Aktionen setzt man nur sich selbst und nicht die Gesellschaft in Bewegung. Das Antifa-Sommercamp soll dazu dienen, sich untereinander dauerhaft zu vernetzten und Strategien zu entwickeln, die einer emanzipatorischen Gesellschaftskritik tätig Vorschub leisten. Denn Antifaschismus ist zwar notwendig, sollte sich aber seiner eigenen Beschränktheit bewusst sein. Es geht uns daher nicht nur um Nazis, sondern um die Überwindung des falschen Ganzen mit all seinen Zwängen und Herrschaftsverhältnissen.

Neben Vernetzung, Diskussionen, Workshops, Filmabende und diesmal auch einer Demo, geht es aber genauso um Party, Entspannung am See und Urlaub vom Zwangsurlaub (der zwanghaften Erholung vom Arbeitsalltag, um als Arbeitskraft wieder voll einsatzfähig zu sein).

In diesem Sinne: Siamo tutti antifascisti!

Infos und Anmeldung unter antifanet.at

NO AL-QUDS TAG 2012

Am 18. August ist wieder der al-Quds-Tag, an dem sich weltweit IslamistInnen und ihre SympathisantInnen um die Fahnen des antisemitischen Terrors scharen. In Wien stößt sich kaum wer an der größten regelmäßig stattfindenden antisemitischen Kundgebung.

Seit 1979 dient der von Khomeini ausgerufene Jerusalem- bzw. al-Quds-Tag der „Befreiung Jerusalems“. Eine die nicht das Wohl der PalästinenserInnen zum Ziel hat, sondern auf die Vernichtung des jüdischen Staats zielt. Oder wie es der gegenwärtige Oberste Führer Khamenei ausdrückt: „Der Fußmarsch am al-Quds-Tag ist der Protestruf der Muslime gegen das Krebsgeschwür Israel in der islamischen Welt.“ Der Aufmarsch wird mittlerweile auch in europäischen Hauptstädten von SympathisantInnen des iranischen Regimes organisiert. So auch in Wien von einem „Internationalen Palästinakomitee“, das mit dem khomeinistischen Islamischen Bildungs- und Kulturzentrum in Verbindung steht.

An diesem Kampftag demonstrieren die IslamistInnen wie sie all ihre konfessionellen und nationalen Spaltungen überwinden und worin ihre politische Einheit besteht: im grenzenlosen Hass auf Israel und dem, was sie als westliche Freiheit verabscheuen. So werden die Flaggen der islamistischen Terrorgruppen Hisbollah und Hamas geschwungen und in Flugblättern wird ein antisemitischer Antikapitalismus propagiert, der – unter Respektierung des Verbotsgesetzes – eine ‚zionistische‘ Lobby für weltweite Krisen und Kriege verantwortlich macht. Dabei bietet der Glaube an eine Weltverschwörung der Hochfinanz und die manichäische Aufspaltung des Produktionssystems in einen zügellosen „Raubtierkapitalismus” und einer wohltätigen Marktwirtschaft durch- aus Anschlussfähigkeit für säkulare rechte und linke AntisemitInnen.

Dieses Jahr wiederholt sich der der Al-Quds-Tag in Wien am 18. August. Diesmal sollen Islamismus und dessen Verharmlosung entgegengetreten werden!

    Mehr Infos und einen längeren Aufruf findest du hier in kürze.

8.Mai – Wer nicht feiert, hat verloren

Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg in Europa, Österreich wurde vom Nationalsozialismus befreit. Manche Österrreicher_innen betrauern den Untergang „ihres“ Reichs bis heute. So gibt es in Kärnten/Koroška jedes Jahr das Ulrichsbergtreffen, bei dem sich SS-Veteranen aus ganz Europa treffen und den Krieg für ihr „Vaterland“ feiern. Im Zentrum von Klagenfurt/Celovec, einer ehemaligen SS-Garnisionsstadt, gibt es bis heute kein Denkmal für die bis zu 5000 Opfer des NS aus Kärnten/Koroška, sehr wohl aber ein Denkmal für rund 100 großteils NSDAP Mitglieder welche 1945 von Jugoslawischen Partisanen verschleppt wurden und zum Teil nicht mehr zurück kehrten. Der bewaffnete Widerstand der Kärntner Slowenen gegen den NS wird von höchster politischer Ebene marginalisiert und als Kampf für ein „Großslowenien“ dargestellt. Die Geringschätzung für die Opfer des NS zeigte sich zuletzt im Dezember 2011, als das Land Kärnten das symbolische Weihnachtsgeld für NS-Opfer einstellen wollte, während die Ulrichsberggemeinschaft jedes Jahr Zehntausende an Euro Unterstützung bekommt. Deshalb:

Gegen den Österreichischen Opfermythos, gegen den Kärntner Geschichtsrevisionismus, den 8. Mai zum Feiertag machen, das „Partisanenterror“-Denkmal schleifen!
Demo: 8. Mai 2012, 16h Alter Platz Klagenfurt/Celovec